Fakten
zur Privatisierung der Stadtentwässerung
Am 27. Oktober 2005 beschloss der Rat der Stadt Braunschweig die
Stadtentwässerung in eine GmbH zu überführen [Ratsvorlage]
In der Ratssitzung
am
17. November 2005 wurde die Privatisierung beschlossen. [Ratsvorlage]
Laut BZ-Artikel vom 13.10.2005 hatten folgende Bieter ein Angebot zum
Erwerb der Stadtentwässerung abgegeben:
- die deutsche Tochter des französischen Konzerns Veolia
(mit 74,9 % Haupteignerin der Braunschweiger Versorgungs-AG)
- die Bremer Hanse-Wasser
(zu 49 % in der Hand der Gelsenkirchener Gelsenwasser)
- die Berliner Eurawasser
(Tochter des französischen Konzerns Suez Environnement).
Die Stadtentwässerung gehörte bislang zum Fachbereich 68
Stadtentwässerung und Abfallwirtschaft und war als optimierter
Regiebetrieb mit kaufmännischer Buchführung organisiert. In
der Braunschweiger Zeitung wurden am 13.10.2005 folgende Zahlen zur
Stadtentwässerung veröffentlicht (Ernst-Johann Zauner: „Kampf
um Braunschweigs Unterwelt“):
- 237 Mitarbeiter/innen
- Umsatz: 38,2 Mio EUR
- Gebühren-Einnahmen: 36,2 Mio EUR
- 1.130 km Kanäle mit diversen Nebenanlagen
- 82 Pumpwerke
- Betriebshof in der Eisenbütteler Str.
Überblick über die Historie zur
Privatisierung
Vorbehalte gegenüber dem Verkauf zusammengetragen in der
Eingabe an die
Kommunalaufsicht der Landes Niedersachsen
Infos aus anderen Städten
In Berlin ist die Privatisierung ein Zuschussgeschäft geworden [Gerlinde
Schermer 05.06.2004]